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Nieuw Zandvoort

Der "Vrije Zeehaven Nieuw Zandvoort" ist ein freier Handelshafen der Republik Zeetrecht, welcher an der Einmündung des Flusses Flat im Grenzgebiet zwischen der Bastion Shore und der Côte de Soire liegt.

Nieuw Zandvoort

Vor ca. 70 Jahren gab es mehrere Seekriege zwischen den Ostringern und Zeetrechtern, die die einstmalig starke Position der Zeetrechter beendete und so ist Nieuw Zandvoort heute die letzte Zeetrechter Provinz in den Kolonien und nur noch ein Schatten Ihres einstmaligen Goldenen Zeitalters.

Jedoch heißt das nicht, dass die Stadt als arm zu betrachten ist. Im Gegenteil, man besann sich der guten Tugenden des freien Handels und baute den Militärhafen zu einer florierenden Handelsstadt aus. Die starke Küstenfestung aus der Zeit der Seekriege sichert die Hafenstadt und ihre stolzen Bürger, welche in den Kolonien als geschickte Kaufmänner und Seehändler bekannt sind. Man sagt, in Nieuw Zandvoort könne man nahezu alles Kaufen, wenn der Preis stimmt.

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Die anderen Siedlungen der Zandvoorter liegen hauptsächlich entlang des Flusses und dem großen See Flat im Grenzbereich der Ländereien der Ostringer Siedler und den Ländern der Aktinier. Ihr Reichtum, ihre geschickten Seefahrer und ihre mittlerweile strikte Neutralität in den ewigen Grenzscharmützeln zwischen den beiden großen Mächten, hat bisher die Unabhängigkeit der freien Bürger gesichert und der stolze Bürgerrat der Stadt wird keine Mühen scheuen, um die Sicherheit und Freiheit der Bürger auch in der Zukunft zu sichern. Die größte Politische Macht in Nieuw Zandvoort ist Zweifelsfrei das Handelshaus Van den Heuvel (VDH), das über die gesamte Küste verteilt Niederlassungen betreibt und ein nicht geringer Teil des Bürgerrates steht auf der Gehaltsliste der VDH.

Die Mentalität der Zandvoorter beschreibt das folgende Zitat sehr gut:

Een vos verliest wel zijn haren maar niet zijn streken.

Die Republik Zeetrecht und insbesondere der Handelshafen Nieuw Zandvoort sind mittlerweile weltweit für ihren florierenden Käsehandel bekannt. Dieser Ruhm ist größtenteils den freundlichen Kaashändlern des berühmten Schiffes "Zeestern" zu verdanken, die mit voller Inbrunst behaupten, den besten Käse der Welt zu verkaufen.

Die Kaashändler, oder gar gebürtige Nieuw Zandvoorter, hört man oft schon von weitem in den Pubs von Ostringen. Mit ihrer fröhlichen Art und ihrem unerschütterlichen Stolz auf ihre Produkte ziehen sie die Aufmerksamkeit auf sich. Besonders auffällig sind sie durch ihren oft gesungenen Dauerbrenner "Wer hat den Kaas zum Hafen gerollt", der in den Pubs und auf den Straßen von Ostringen immer wieder zu hören ist.

Nieuw Zandvoorter erkennt man oft schon an ihrer farbenfrohen und auffälligen Kleidung. Mit großem Stolz tragen sie die Farben ihrer Kolonieflagge: leuchtendes Orange, grelles Gelb sowie beispielsweise gestreifte Hosen.

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Die Flagge der Kolonie Nieuw Zandvoort deutet noch immer auf die Vergangenheit der Kolonie als Festung - & Garnisonsstadt und zeugt von der Wehrhaftigkeit der freien Kolonie.

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Historischer Hintergrund

Im frühen 17. Jahrhundert waren die Niederlande eine der bedeutendsten Kolonialmächte. In Nordamerika wurden die “Neu-Niederlande” mit ihrer Hauptstadt “Neu-Amsterdam” gegründet. Im Zuge diverser Kriege mit den Briten fiel das niederländische Kolonialreich schon Ende des 17. Jahrhunderts unter britische Herrschaft. Jedoch heißt dies natürlich nicht, dass die Niederländer vom Kontinent verschwunden sind. Die Niederländer waren meist Kaufleute und Seefahrer. Vor allem die flämischen Gebiete, die im frühen 17. Jahrhundert noch zu den Niederlanden gehörten, waren für Woll- und Tuchhandel bekannt. Auch mit Gewürzen und Fisch wurde Handel betrieben.

Die niederländischen Kolonien erstreckten sich über verschiedene Teile der Welt, darunter die Karibik, Südamerika, Afrika und Asien. Die Niederländer gründeten Handelsstützpunkte und Kolonien in Gebieten wie Suriname, Brasilien, der Goldküste und dem Kap der Guten Hoffnung. Diese Kolonien dienten als wichtige Handelszentren und trugen zur wirtschaftlichen Blüte der Niederlande bei.

Während des sogenannten Goldenen Zeitalters der Niederlande im 17. Jahrhundert erlebte das Land eine kulturelle und wirtschaftliche Blütezeit. Die niederländischen Handelskompanien, wie die Niederländische Ostindien-Kompanie (VOC) und die Niederländische Westindien-Kompanie (WIC), spielten eine entscheidende Rolle im globalen Handel und trugen zur wirtschaftlichen Stärke der Niederlande bei.

Die niederländische Kultur, Sprache und Handelspraktiken hinterließen bleibende Spuren in diesen Regionen: Trotz des Niedergangs des niederländischen Kolonialreichs im 18. Jahrhundert, blieben viele niederländische Einflüsse in den ehemaligen Kolonien bestehen.

Quellen:
Michael North: Geschichte der Niederlande. 2. Auflage, München 2003.
Henk Meijer, Herbert H. Rowen: Dutch civilization in the Golden Age (1609-1713). Online:
https://www.britannica.com/place/Netherlands/Dutch-civilization-in-the-Golden-Age-1609-1713.

Konzeptvorschlag

Für die Nieuw Zandvoorter bietet sich das Aufgreifen des Handels- und Seefahrtskonzepts an. Als einfacher Siedler kann der Schwerpunkt auf Fischfang oder auch auf Tuchhandel gelegt werden. Der Stolz auf die eigene Nation kann als Charaktereigenschaft gespielt werden. Einige deutsche Begriffe durch die Niederländischen zu ersetzen könnte das Konzept beleben. Ansonsten kann man sich bei der Kleidung an klassischen Schnitten des 18. Jahrhunderts orientieren, wobei die Hüte mit der breiten Krempe sowie die oben aufgeführten Farbkombinationen die Gruppenzugehörigkeit kennzeichnen können.